Kategorie: Kaisergärten (Seite 1 von 9)

Trauerfeier

TOD DURCH PLANREIFE

Mit Wut und Trauer nehmen wir Abschied vom historischen Charakter des Prinzenviertels. Es überstand zwei Weltkriege und den Sozialismus fast unbeschadet. Doch dann wurde es Opfer des Projektes KAISERGÄRTEN: Aktive Sterbehilfe leisteten dabei hemmungslose Investoreninteressen, das bereitwillige Stadtplanungsamt und willfährige Politiker.

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41. Beitrag

VIEL LÄRM UM NICHTS oder VIEL NICHTS UM LÄRM

Bei den Kaisergärten spielt das Thema Lärm durch die Abstellanlage der Bahn insbesondere in den Morgenstunden eine zentrale Rolle. Deshalb wurde im Verlauf des „Runden Tisches“ 2017 wiederholt betont, wie segensreich sich dieser Neubauriegel als Lärmschutz für die übrigen Anwohner auswirken würde. Nebenbei: Diese Wirkung wäre mit einer um einen Stock geringeren Bebauungshöhe nur unwesentlich schwächer. Erstaunlicher Weise wird der Lärmschutz in den Abwägungen der Einwendungen 2019 nur noch als „positiver Nebeneffekt“ abgetan.
Für die Bewohner dieser lebenden Lärmschutzwand sind die zulässigen Grenzwerte laut Gutachten von 2017, das von den damals vorhandenen 4 Abstellgleisen ausging, trotz „lärmrobuster Bebauungsstruktur“ jedoch nur knapp einzuhalten bzw. werden sogar überschritten.

Am 05.12.2019 wurde der „Bauausschuss“ mit der Tatsache konfrontiert, dass die Bahn unterdessen ein weiteres Gleis errichtet hat. Ungläubiges Staunen, obwohl der Karlshorst e.V. bereits in der vorhergehenden Sitzung darauf hingewiesen hatte. Man sah sich wegen des vorgeblich fehlenden WLAN außer Stande, diese Aussage per Google Maps o.ä. zu überprüfen. Obwohl sich durch diese zusätzliche Lärmquelle eine wesentliche Planungsgrundlage verändert hat, war der Ausschuss nicht bereit, sich erst einmal über diese neue Situation zu informieren, bevor er eine Entscheidung trifft. Vielmehr wurde mit den Stimmen von SPD, CDU und DIE LINKE die Planreife empfohlen.

Ich komme nicht umhin, diesem Beitrag eine persönliche Stellungnahme anzufügen: Für mein Demokratieverständnis war dies ein rabenschwarzer Tag. Ein Ausschuss sollte -nach meiner Vorstellung- eine Empfehlung an die BVV vorbereiten, indem er sich umfassend Informationen besorgt, diese sorgfältig abwägt und dann begründet entscheidet. Wenn, wie in diesem Fall, wesentliche Informationen fehlen und auch keine Bereitschaft besteht, sich diese zu verschaffen, sondern lieber „im Blindflug“ zu entscheiden, fördert das die zunehmende Politikverdrossenheit.

40. Beitrag

PLANREIFE SOLL BESCHLOSSEN WERDEN

Nachdem es um die Kaisergärten (Wandlitzstraße) lange Zeit recht ruhig war, da der Nachweis der erforderlichen Schul- und Kitaplätze an die Parkstadt gekoppelt ist, kommt jetzt erheblich Bewegung in das Projekt. Bereits am 05.12.2019 wird sich der „Bauausschuss“ mit dem Antrag des Bezirksamtes befassen, die Planreife für die Kaisergärten zu empfehlen, da diese am 12.12.2019 in der BVV beschlossen werden soll.

Die Planreife kann im Vorgriff auf einen Bebauungsplan (B-Plan) erteilt werden, wenn bei diesem keine wesentlichen Änderungen mehr zu erwarten sind. Auf dieser Grundlage kann eine Baugenehmigung erteilt werden.

Dem Antrag beigefügt sind eine leicht überarbeitete Version der „Begründung zum Bebauungsplan 11-57a“ sowie die „Auswertung der Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit“. Da die Öffentlichkeitsarbeit des Bezirksamtes -höflich formuliert- suboptimal ist, sind diese Dokumente nicht auf der eigentlich dafür vorgesehen website eingestellt worden, sondern nur auf Umwegen zu erreichen. Der untenstehenden link führt zur Drucksache DS/1528/VIII und in deren Anlagen „verstecken“ sich die genannten Dokumente.

Man sollte sich vom Umfang der „Auswertung“ nicht abschrecken lasse, den schnell ist zu erkennen, dass vieles redundant ist. Die Einwendungen wurden in einigen Details berücksichtigt, jedoch nicht bei den wesentlichen Argumenten der Massigkeit des Baukörpers und der Lärmproblematik. Letzter hat sich durch den Bau eines weiteren Abstellgleises, das gänzlich unberücksichtigt bleibt, noch verschärft. In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant: Während des „Runden Tisches“ wurde der sich aus dem Bau für die Anwohner ergebende Lärmschutz ganz besonders hervorgehoben, in der Auswertung aber nur noch als positiver Nebeneffekt bezeichnet.

https://www.berlin.de/…

39. Beitrag

Was soll mit den überzähligen Spendengeldern geschehen?

Diese Frage richtet sich an alle Spender, die 2017/2018 in einer großartigen Aktion das Geld für unseren Anwalt aufgebracht haben. Dabei kamen ca. 130€ mehr zusammen als erforderlich waren. Als Treuhänder sehe ich nun, wie dieser Betrag durch die Kontoführungsgebühren langsam abschmilzt – und das schmerzt. Mein Vorschlag: das Restgeld wird dem Verein Karlshorst e.V. übergeben und das Konto aufgelöst. Sollten wir erneut einen Anwalt benötigen, kann dies über den Verein laufen. Wenn sich kein Widerspruch ergibt, würde ich so verfahren.

DIE KAISERGÄRTEN: EIN RECYCLING-PROJEKT

Die Kaisergärten sind eigentlich nichts anderes als die Wiederholung eines in Köpenick gescheiterten Projektes mit den gleichen Akteuren. Lediglich die Dimensionen sind geringer, da in Karlshorst das Grundstück sehr viel kleiner ist.

Bereits 2016 wurde die geplante Bebauung für ein langes, schmales Grundstück entlang der Bahntrasse am S-Bhf Köpenick vorgestellt. Das Projekt erhielt den Namen: „Stellinghöfe“. In ca. 25 Blöcken, die mit gläsernen Lärmschutzwänden verbunden waren, sollten 850 Wohnungen und 400 Studentenappartements entstehen. Architekt waren u.a. das Büro Kottmair und Projektentwickler die Berlin Punkt GmbH mit ihrem Geschäftsführer Marcus Beck -beide auch für die Kaisergärten verantwortlich. Der Bezirk Treptow/Köpenick lehnte diesen Plan jedoch wegen der zu massiven Bebauung und der Lärmschutzproblematik ab. Nachzulesen ist der Sachverhalt unter:

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/koepenick-bezirk-lehnt-konzept-fuer-1200-wohnungen-am-alten-gueterbahnhof-ab–24075302

https://www.morgenpost.de/berlin/article207070865/Koepenick-lehnt-1250-Wohnungen-am-S-Bahnhof-ab.html

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